Der etwas andere Nobelpreis

18 Kommentare
Der etwas andere Nobelpreis

Gastbeitrag von Sascha – gesichtet.net

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen: dies ist der erste Gastartikel, den ich bisher geschrieben habe. Sollte ich also irgendwelche typischen Gepflogenheiten missachten, die ansonsten für Gastautoren angebracht sein sollten, bitte ich um Nachricht und Nachsicht. Einige Leser dieses Blogs werden mich möglicherweise schon vom ein oder anderen Kommentar hier kennen oder haben vielleicht auch schon mal meinen Blog gesichtet.net besucht.

Gesichtet.netAllen anderen sei gesagt, dass ich auf den Namen Sascha höre und nun bemüht bin, meiner Zusage an Oliver nachzukommen, hier einen Gast-Artikel zu schreiben, damit es während seiner urlaubsbedingten Abwesenheit nicht still auf seinem Blog wird. Außerdem konnte ich seinem Angebot mit einer Ansichtskarte sowie seiner ewigen Dankbarkeit und der Verpfändung seiner Seele einfach nicht widerstehen ;)

Alles andere als still ging es vor kurzem ja auch zu, als der Friedensnobelpreis vergeben wurde. Es wurde eifrig diskutiert, ob Herr Obama, seines Zeichens seit einigen Monaten Präsident der USA, denn schon genug geleistet habe, um diesen Titel eines Friedensnobelpreisträgers zu rechtfertigen, oder ob die Vergabe des Preises quasi ein Vorgriff auf die auf ihm ruhenden Hoffnungen war, was ihn dann künftig jedoch in manchen Situationen unter Zugzwang setzen könnte. Darum soll es an dieser Stelle jedoch gar nicht gehen. Vielmehr habe ich das vorangegangene Satzungetüm nur erschaffen, um eine nette Überleitung zum eigentlichen Thema zu haben, welches da lautet:

BHs!

Genau die Dinger sind nämlich -unter anderem- Gegenstand der diesjährigen Preisverleihung der Ig-Nobelpreise geworden. Hierbei handelt es sich um ein kleines Wortspiel (ignoble = unwürdig), da der Preis alljährlich an Wissenschaftler verliehen wird, die irgendwelche absurden Dinge untersucht, gebaut oder herausgefunden haben. Es handelt sich mithin quasi um Anti-Nobelpreise. Einer dieser Preise ging in diesem Jahr, wie man bei Interesse auch auf improbable.com nachlesen kann, an Elena Bodnar aus Amerika, die die sensationelle Idee hatte, einen BH zu konstruieren, der sich bei einem chemischen Angriff als Gasmaske nutzen lassen soll.

Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie sich bei einem Giftgasangriff plötzlich auf offener Straße die Damenwelt die Klamotten vom Leib reißt und sich “obenherum” frei macht :D

Schön ist in dem Zusammenhang natürlich, dass aus einem BH ja immer zwei Masken gefertigt werden können. Insofern sollte man(n) seine Freundin wohl immer in der Nähe haben. Fraglich ist für mich jedoch, ob bei allzu offensiven Brustvergrößerungen die BHs mit entsprechend großen Körbchen überhaupt noch sinnvoll als Mundschutz herhalten können, oder ob man sich die Dinger dann nicht gleich komplett über den Kopf stülpen kann?

Bierflaschen auf dem Kopf zertrümmern

Neben Elena Bodnar kamen auch noch Menschen aus anderen Bereichen in den zweifelhaften Genuss einer entsprechenden Siegerehrung.

bierflascheDas Äquivalent zum Friedensnobelpreis ging beispielsweise in die Schweiz, wo findige Universitätsmitarbeiter in liebevoller Kleinarbeit untersuchten, ob es denn besser sei, volle oder leere Bierflaschen auf Köpfen zu zertrümmern. Sie kamen zu dem bahnbrechenden und völlig überraschenden Ergebnis, dass leere Flaschen stabiler als volle seien, aber beide Sorten letztlich zu schweren Schädelverletzungen führen können. Na, wer hätte das gedacht?!

Eure Ideen?

Na, habt ihr jetzt auch spontan ein paar Ideen, welche Experimente ihr demnächst durchführen wollt, um vielleicht auch bald in den Genuss des “ig-noble Preises” zu kommen?

Fotos:
“BHs” © Peter Kühn / PIXELIO

“Bierflasche” © Ernst Rose / PIXELIO

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  1. Hallo Sascha,

    schöner Artikel, aber wie bitte schön soll ich mir noch was Blöderes zum Testen einfallen lassen?

    Also es gibt Menschen, die absolut zuviel Zeit habe! ;-)

    Gruß

    Matthias

    • Mir fiel da spontan zunĂ€chst auch nix ein, aber andererseits: schlimmer geht’s immer :D

      Man könnte ja beispielsweise mal testen, wie viel RĂŒckstoß eine durchschnittliche deutsche Flatulenz -also ein Furz- entwickelt und wie viele Menschen man brĂ€uchte, um mit der RĂŒckstoßkraft irgendein Vehikel anzutreiben.

      Außerdem brĂ€uchte man fĂŒr den Test dann genĂŒgend Frauen, die mit ihren BHs fĂŒr Atemmasken sorgen… sonst könnte der Test fĂŒr die Probanden ziemlich “mĂŒffelig” werden :)

  2. Nur Arbeitslose und Rentner haben NIE Zeit.

    Ein schöner Artiekl!

    Gruß Pe-Su-Ki

    • Kann ich fĂŒr meinen Großvater absolut bestĂ€tigen. Den hab ich frĂŒher mal frĂŒh morgens angerufen, als er recht frischer Rentner war.

      Es war morgens, 7 Uhr. Ich wollte mich schon entschuldigen, dass ich so frĂŒh störe, da sagte er mir, dass er gerade damit fertig geworden sei, die KĂŒche frisch zu streichen! Morgens, um 7 Uhr! Fertig! Da hĂ€tte ich noch nicht einmal angefangen. Aber er sagte, er hĂ€tte noch so viele Dinge zu erledigen, da mĂŒsse er halt frĂŒh anfangen.

      Vielleicht will ich doch nie Rentner werden :D

  3. @Gucky
    Er hatte damals “nur” einen ganz alten Rechner, mit dem er ein wenig SolitĂ€r spielen und Briefe schreiben konnte. Inzwischen hat er einen modernen Rechner und surft sogar hin und wieder im Internet. Seitdem hat er die KĂŒche auch nicht mehr gestrichen – insofern stimmt deine Theorie^^

  4. Lol, ich hÀtte ja jetzt die Zeit, die Rentner angeblich so haben. Aber ein noch blödsinniger Test fÀllt meinem Hirn auch nicht ein. ;)

    • Vielleicht kommen dir ja die Ideen erst, wenn du dich wie ein Rentner verhĂ€ltst. Die haben ja auch immer lustige Ideen, wie z.B. gerade dann in den Supermarkt zu stĂŒrmen, wenn das berufstĂ€tige Volk gerade Feierabend hat und auch noch schnell einkaufen möchte ;)

  5. plerzelwupp

    Schön ist in dem Zusammenhang natĂŒrlich, dass aus einem BH ja immer zwei Masken gefertigt werden können. Insofern sollte man(n) seine Freundin wohl immer in der NĂ€he haben.

    Oder, je nach LeibesfĂŒlle, selbst welche Tragen. Ansonste ist es wie beim Tauchen: Hab Deinen Buddy stets in Deiner nĂ€he – er/sie könnte Leben retten.

    Zum Bier auf SchÀdeln:
    Mit jeder Flasche Bier, die man(n) trinkt, um sie anschließend auf dem SchĂ€del zu zertrĂŒmmern, wird man wohl die SchlĂ€ge auch leichter ertragen können. Nach einem Kasten wird man sich dann fragen, welche UmstĂ€nde zur Bewusstlosigkeit beigetragen haben.

  6. Hehe, auf welche Ideen manche Menschen kommen ist echt bekloppt ;) Leider ist mein Brain wohl nicht bekloppt genug, um mir so etwas Geniales einfallen zu lassen! ;)

  7. Hallo Sascha ;-) Echt ein guter Artikel und vor allem das Thema.

  8. Ich kann da nur unseren guten Mac_BetH zitieren:

    “… schöner Artikel, aber wie bitte schön soll ich mir noch was Blöderes zum Testen einfallen lassen?
    Also es gibt Menschen, die absolut zuviel Zeit haben!”

    Aber dennoch, war dein Artikel ein Lacher wert, deshalb danke dafĂŒr, Sascha.

    Allen einen angenehmen Mittwoch, ob mit oder ohne gasmasken Àhnlichen BHs :D

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