Tall, Grande oder Venti? – Neulich bei Starbucks

35 Kommentare
Tall, Grande oder Venti? – Neulich bei Starbucks

Die Seele baumeln lassen

Was liegt näher, als während eines anstrengenden Einkauftages zehn Minuten Entspannung bei einem Kaffee in ruhiger Atmosphäre zu finden?

Nach gefühlten 8 Stunden, 86 Hemden und 34 Hosen in 12 muffigen, engen Umkleidekabinen, entschied ich mich, bei “Starbucks” die Seele baumeln zu lassen.

Angekommen im Starbucks

Als ich den Laden betrat, war ich jedoch schnell von der betriebsamen Atmosphäre überrascht. Vor der Theke standen zwei Mädchen mit prall gefüllten Esprit-Plastiktaschen,  ein Mann mit Gelfrisur, der sein Kind auf dem Rücken in einer Art Rucksack trug und ein offensichtlich schwuler Mittzwanziger mit figurbetontem Hemd, der einen Mops an der Leine führte.

Hinter der Theke waren vier Personen beschäftigt, jeder hatte etwas zu tun. Ein ebenfalls offensichtlich schwuler Verkäufer nahm die Bestellungen entgegen, während zwei weitere Angestellte Eis crunchten und Milch aufschäumten. Ein junge, hübsche Frau mit Nasenpiercing stand an der Kaffeeausgabe und rief  “Helene“, infolgedessen eine rüstige Renterin aufstand, die irgendwie nicht so richtig in den Laden passte. Auch sonst herrschte in dem Lokal reges Treiben: Glässer klirrten, Tassen wurden ordentlich zur Geschirrrückgabe gebracht – allerorts Gespräche zur gedämpften Café-del-Mar-Musik.

Über der Theke der verwirrende, hell beleuchtete Aushang mit den Spezialitäten des Hauses und weiteren Werbebotschaften:

  • “Willkommen bei Starbucks Coffee Deutschland. “Starbucks ist weltweit führend als Anbieter, Röster und Vermarkter für excellenten Kaffee”,
  • “Gönnen Sie sich eine Auszeit”
  • “Social Responsibility mit Starbucks Shared Planet”

Starbucks-Deutsch

Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem “normalen” Kaffee, doch die vielen Eindrücke überforderten mich. Außerdem konnte ich mich nicht damit abfinden, dass man Kaffee bei Starbucks “Coffè” schrieb. Ich war zwar nie besonders gut in französisch, doch das schien mir irgendwie falsch zu sein. Zwischenzeitlich wurde der Rucksackmann bedient und der hübsche Mitzwanziger war an der Reihe. Der schwule Verkäufer trug ein Namensschild: René. “Es gibt ihn also doch noch, den “accent aigu“, dachte ich. Das Kind des Rucksackmanns schaute mich mit seinen großen braunen Augen fragend an. “Ich weiß auch nicht”, wollte ich noch sagen, doch dann überschlugen sich die Ereignisse.

René: Willkommen bei Starbucks, was darf ich für Sie tun?

Hübscher Mann (singend): Machst Du mir 'ne Latte?

René: Wie immer?

Hübscher Mann: Wie immer. Aber “to go” (das “go” singte er “gooooouu” und unterstrich es mit einer tippenden Bewegung des Zeigefingers, den Ellenbogen in der Hüfte)

René: Hach, sind wir heute in Eile?

Hübscher Mann: Ja, du weißt ja, was heute für ein Tag ist.

René scheint verstanden zu haben, zwinkerte dem hübschen Mann zu und rief den beiden Kaffee-Machern mit heller Stimme den Auftrag entgegen: “Latte Grande to goooouu“. Mir blieb keine Zeit, das Treiben weiter zu beobachten. Ich (Oliver) war an der Reihe.

René: Willkommen bei Starbucks, was darf ich für Sie tun?

Oliver: Einen Kaffee bitte

René: Cappuccino, Latte Macciato, Caffè Mocha, Caramel Machiato, French Press oder Americano?

Oliver: Nee, ein ganz normaler Deutscher.

René schaute mich fragend an und es herrschte ein paar Sekunden peinliche Stille. Bevor ich mich weiter blamierte, entschied ich mich für einen Cappuccino.

Oliver: Ach – ich nehm doch besser 'nen Cappuccino.

René: Mit Sahne? Oder Vollmilch, Magermilch, fettarmer Milch, lactosefreier Milch oder Sojamilch?

Hübsche Verkäuferin mit Nasenpiercing (ruft): Eeeeegbeeert!

Hübscher Mann: Jaha, ich koooomme (der Mops dackelte hinterher)

Oliver: Normale Milch

René (schnippisch): Also mit Vollmilch. Tall, grande oder venti?

Oliver: Wie bitte?

René: Welche Größe?

Oliver: Einen Kleinen bitte.

René: Also tall?

Oliver: Nein, ein Kleiner.

René: Tall ist ja klein, Grande ist normal und Venti ist groß.

Oliver: Entschuldigung. Dann tall.

René: To go?

Spontan änderte ich meine Kaffeehaus-Entspannungspläne und antwortete: Ja

René rief die Bestellung über seine Schulter, hin zu den beiden Kaffee-Knechten und tippte elegant auf der Tastatur der Kasse. Nachdem ich den Preis zahlte, für den man andererorts zwei Pfund Kaffee hätte kaufen können, wurde ich zur hübschen Frau mit Nasenpiercing geschleust, die mich nach meinen Namen fragte. Dabei lächelte sie mich an und schaute mir in die Augen. Ich antwortete, dass sie auch meine Telefonnummer haben könne, worauf sie schnippsch entgegnete, dass sie das nur für die Bestellung brauche. “Herr Schmitt” antwortete ich ebenso schnippisch und war enttäuscht, dass sie auf meine zugegebenermaßen plumpe Anmache nicht reagierte. Eilig schrieb sie den Namen mit einem schwarzen Filzstift auf einen großen Pappbecher, reichte ihn einem der beiden Knechte, während der Zweite mit Milchaufschäumen beschäftigt war.

Eine Minute schaute ich nichtstuend in die Menge und beobachtete Helene, wie sie ihr Kaffeegeschirr artig zum Tablettständer brachte. In der anderen Hand hielte sie ihre Handtasche. Das mittlerweile vom Rucksack befreite Kind beobachtete mich. Ich schnied Grimassen und streckte ihm die Zunge heraus. Unnötig laut rief die zwei Meter entfernt stehende, gepiercte Schönheit “Herr Schmihitt“!

Jawohl“, antwortete ich gehorsam und nahm den Pappbecher mit Plastikdeckel entgegen.

Die beiden Mädchen mit den dicken Esprit-Taschen steckten die Köpfe zusammen und kicherten.

Herr Schmitt verließ wortlos das Caffè. Zwei große braune Augen schauten ihm staunend hinterher……..

 

Foto – Liegestühle: © Helga Gross / PIXELIO

Artikel bewerten

Bewertung fĂŒr: Tall, Grande oder Venti? – Neulich bei Starbucks:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,40 von 5 Sternen bei 5 abgegebenen Stimmen.
Loading...Loading...
  1. Ja, an solchen Situationen kann man abschĂ€tzen, wie sich wohl Rentner fĂŒhlen mĂŒssen, wenn sie heute mit dem ganzen “Computerzeugs” konfrontiert werden.

    Ich trinke ja keinen Kaffee und bin daher noch nie in die Verlegenheit gekommen, so einen Starbucks von Innen zu sehen. DafĂŒr erging es mir bei Subway mal Ă€hnlich. Was die da alles von einem wissen wollen, ist manchmal unglaublich. Wenn man dann gar nicht weiß, worum es genau geht, da das Zeug zwar stylish, aber nichtssagend klingt, muss man entweder raten oder sich als “Depp” outen.

    Formiert sich dann schon eine lĂ€ngere Warteschlange hinter einem, bleibt noch nicht einmal die Zeit, um sich genauer erklĂ€ren zu lassen, wo denn nun die Unterschiede zwischen Zutat A und B liegt und was vielleicht besser zum schon gewĂ€hlten Bestandteil des “Subs” passen könnte.

    Von Ruhe und Entspannung mĂŒssen wir in dem Zusammenhang nicht weiter reden. Hach ja, so merken auch wir, dass wir langsam alt werden ;)

    • plerzelwupp

      Hey Sascha, witzigerweise hab ich sogar noch ĂŒberlegt, ob ich ĂŒber Mc Donalds, Starbucks oder Subway schreiben soll.
      Dabei hatte ich neulich auch die Vokabeln des Subways “recherchiert”. Die kleine Posse im Subway ist nicht allzu ernst zu nehmen, sie ist natĂŒrlich ĂŒbertrieben, aber vom Ansatz her absolut richtig. Ich komme da ja noch intuitiv zurecht (du sicherlich auch).

      Egal wie alt man ist: Wenn man kein Stammkunde ist und deren Vokabeln nicht kennt, steht man erst mal da, wie der Ochs vor’m Berg. Ich kann Dich also trösten – es hat nichts mit dem Alter zu tun – man wird nur befangener mit dem Alter ;-)

  2. Zum GlĂŒck war ich bei denen noch nie im Laden, da kann man ziemlich schnell unsicher werden, was man denn eigentlich haben möchte ;-)

    Lieben Gruß

    Sven

    • plerzelwupp

      Hallo Sven und Willkommen in meinem kleinen bescheidenen Blog :-)

      Genau diese Unsicherheit wollte ich mit dieser kurzen Posse beschreiben. Es ist ja nicht wirklich so, dass unsereins da vollkommen aufgeschmissen wÀre ;-)

  3. Nachdem ich den Preis zahlte, fĂŒr den man andererorts zwei Pfund Kaffee hĂ€tte kaufen können

    Alleine DAS wĂ€re fĂŒr mich ein Grund, so einen Laden nie zu betreten !
    Dieser KaffeeverkĂ€ufer muß ja abends Fusseln am Mund haben… :mrgreen:

    • plerzelwupp

      Also die Preise fĂŒr einen Subway-Kaffee (coffeĂš) sind deutlich ĂŒberhöht. Ok: die QualitĂ€t stimmt und ein Teil wird fĂŒr einen guten Zweck abgezwackt. Dennoch.

      Nun – das war ja nicht der Hauptgrund der kleinen Geschichte – und jeden Tag sitzt man ja auch nicht drinnen. Ehrlich gesagt, zieht es uns auch immer in einen Subway, wenn wir in Asien unterwegs sind. Endlich mal ein “g’scheiter” Kaffee.

  4. was war denn das fĂŒr ein bescheuerter laden mit lauter bescheuerten menschen drin – ausser Dir natĂŒrlich, plerzelwupp
    da trink ich meinen kaffe doch lieber daheim, als in so einer KlappsmĂŒhle :mrgreen:

    • Mit anderen Worten: Lieber Kaffee aus der heimischen KaffeemĂŒhle, als aus der KlappsmĂŒhle :D

    • plerzelwupp

      Na, ob man das so drastisch sehen kann? – Ok, es ist eine eigene kleine Welt – es bleibt auch jedem selbst ĂŒberlassen, ob er sie betritt.
      Ansonsten schmeckt der Kaffee zu Hause natĂŒrlich auch. nutzt nur nix, wenn wir gerade unterwegs sind ;-)

  5. *lach* ich bin ja schon Starbucks Expertin, da wir hier an jeder Ecke so ein Laden haben und ich liebe diese Cooffeeshops *smile*
    bestelle dir am besten, wenn du Kaffee mit Milch magst einen Kaffee Latte Medium , das ist normaler Kaffee mit Milch und viel lecker Schuuuuuuuum drauf *smile*
    PS: hier in der Schweiz ist der Kaffee wesentlich GĂŒnstiger, in Deutschland zahlt man das in € was wir in CHF zahlen ;) Haben schon mal den Test gemacht.
    PPS: als wir das erstemal bei Starbucks hatten wir die selbe Erfahrung gemacht, aber, wie gesagt nach so langer zeit und regelmÀssigen besuchen, weis man bescheid *gg*
    Liebe GrĂŒsse Steffi

    • plerzelwupp

      Hey Steffi – wie Du vielleicht schon an den anderen Kommentaren gesehen hast: In Wirklichkeit hab ich ĂŒberhaupt nix gegen Starbucks. Mir war einfach danach, das Ganze mal in’s Lustige zu ziehen, denn die hier dargestellte Erfahrung hab ich (in abgeschwĂ€chter Form) tatsĂ€chlich erlebt. Die Geschichte ist auch nicht wirklich bösartig ;-)

      Wie gesagt: Betritt man einen Starbucks, fĂŒhlt man sich fast wie zu Hause und man kann sicher gehen, dass der Kaffee schmeckt.

      Liebe GrĂŒĂŸe in die Schweiz :-)
      Oliver

    • *gg* habe ich schon verstanden Plerzelwupp *gg* habe nur herzhaft lachen mĂŒssen, und mich selber wieder erkannt, als ich das erste mal bei Starbucks Kaffeetrinken war *gg* Habe genau so gefĂŒhlt und empfunden *gg* Aber im Ernst, bestell mal einen Latte, und du wirst sĂŒchtig danach *gg* und im Winter, da gibt es lecker Kaffee, boa, da freue ich mich schon drauf …

  6. Hm, in den meisten Punkten hast du schon recht. Man muss meist lang warten, es ist ziemlich teuer und das mit den Namen nervt mich auch.
    Andererseits ist der Kaffee wirklich gut und die AtmosphĂ€re gefĂ€llt mir auch (kommt natĂŒrlich auch auf die Filiale an).
    Man muss am Anfang eben etwas rumprobieren, bis man “sein” GetrĂ€nk gefunden hat. Dessen Namen lernt man dann auswendig und ist fĂŒr den Rest seines Lebens glĂŒcklich. :)

    • plerzelwupp

      Hey Ruben – danke fĂŒr Deine Stellungnahme – damit sprichst Du mir von der Seele. NatĂŒrlich hab ich das Ganze hier ein bisschen ĂŒbertrieben und es in’s Lustige gezogen. Ich hab natĂŒrlich ĂŒberhaupt nix gegen Starbucks (wie eben in den anderen Kommentaren auch geschrieben) und sehe das genauso wie Du.
      In den Urlauben suche ich förmlich nach Starbucks oder Coffee-Beans und wie sie noch alle heißen. Ein StĂŒck zu Hause in einer fernen Welt ;-)

  7. Mmh, ich wurde noch nie nach meinem Namen gefragt, aber ich gehe auch meist nur im Ausland in ‘nen Starbucks. In London finde ich die Starbucks-Preis ĂŒbrigens total in Ordnung, in ZĂŒrich dagegen ziehen sie Dir wahrlich die Hosen aus, bitterböse.

    Wenn ich Kohle ohne Ende hĂ€tte, dann wĂŒrde ich andauernd in solchen KaffehĂ€usern abhĂ€ngen und Cookies sowie Brownies mampfen. Zwischendurch vielleicht die dadurch angelegten Teddyohren absaugen lassen und danach weiter Latte saufen.

    • plerzelwupp

      Ich sehe, wir verstehen uns, was Starbucks betrifft: die Cookies und Brownies sind wirklich sehr lecker.

      Mit dem Artikel wollte ich “Starbucks” auch niemals schlecht reden. Ich hatte einfach mal Lust, etwas anderes zu schreiben. Der Gedanke kam mir tatsĂ€chlich bei Starbucks. Schon auf dem Nachhauseweg hab ich mir diese winzige Posse ausgedacht.
      Übrigens: Letztes Jahr war ich auch in ZĂŒrich – es ist auch ohne Starbucks ein recht teures Pflaster.

  8. Sei froh, dass Du keinen mit Kaffeesirup genommen hast. Da wÀre die Auswahl erstmal schwer gefallen.

    “Mit Caramel-, mit Schoko-, mit Vanille-, Schweinespeck- oder Zwiebelmett-Aroma?” ;)

    • plerzelwupp

      Ok, dann nehm’ ich einen Latte Macciato mit Sojamilch und Eselsohren, getoppt mit glattgestrichenem Zwiebelmett (da bleibt auch das Röhrle besser stehen). ;-)

  9. Warst du in Mannheim in dem Pavilion Starbucks am Wasserturm? Da springe ich manchmal auch rum. Aber Starbucks ist so ein PhÀnomen. Die Auswahl erschlÀgt einen, und im Grunde schmeckt alles gleich schlecht, Kaffee eben.
    Wenn ich ehrlich bin, stehe ich auch nicht so auf, die Vornamen Nummer. Ich finde ein bisschen PrivatsspÀhre tut Not. Stell man einer vor, man sitzt im SB und auf einmal Ruft es Adolf (ja den Namen gibts noch) oder Detlef, da wirste doch sofort in irgendeiner Weise in eine Schublade gesteckt.

    • plerzelwupp

      So sehe ich das auch – es ist halt typisch amerikanisch, dass Du dort mit Vornamen aufgerufen wirst.
      Ein Ă€hnliches Erlebnis hatte ich ĂŒbrigens im Starbucks im Rhein-Neckar-Zentrum Viernheim. Das inspirierte mich fĂŒr die kleine Geschichte ;-)

      Das Mannheimer Starbucks ist nur 5 Fahrradminuten von mir entfernt (arbeite im Klinikum). DemnÀchst trinken wir mal einen ;-)

  10. Also ich finde, Starbucks ist ein absolutes “No Go” – geradezu die Vergewaltigung des Kaffees in Reinkultur. Entweder möchte ich Kaffee mit Kaffeegeschmack oder etwas anderes. Aber nicht mit Karamell und allem möglichen Zusatz. Und dann noch dazu in einem Pappbecher zu einem horrenden Preis serviert. Nein – tut mir leid. Mein geliebter Kaffe muß in einer Porzellantasse serviert werden. Es lebe die Wiener Kaffeehaustradition, auch wenn es dort auch jede Menge Kaffee-Sorten, Unterschiede und sogar den einen oder anderen Zusatz gibt. :-) Aber das hat fĂŒr mich mehr Stil als ein Pappbecher.

    • plerzelwupp

      Da kann ich Dir nur beipflichten – auch wenn es uns (gerade im Ausland) mehrfach in einen Starbucks zieht, verzichten wir stets auf Vanille, Karamell und Co. Aber gerade im asiatischen AUsland gibt es keine sinnvolleren Alternativen als Starbucks, wenn du mal einen einigermaßen vernĂŒnftigen Kaffee trinken möchtest – von einigen gleichartigen Ketten (wie Coffeebean) mal abgesehen.

      Pappbecher finde ich ebenso unmöglich, weil sie einen Eigengeschmack (-geruch) haben, der den Kaffeegeschmack (-geruch) ĂŒberlagert.Aber Gottseidank werden ja meistens auch klassische Porzellantassen angeboten.

      • Das stimmt – habe ich vergessen zu erwĂ€hnen: Im Ausland ist man oft wirklich froh, wenn man einen einigermaßen brauchbaren Kaffee bekommt. Habe mich in Asien sogar ĂŒber einen Instant-Kaffee gefreut, den ich sonst zu Hause verweigere ;-)

  11. MitfĂŒhlende

    Hallo du, ich habe herzlich gelacht und bei deinen AusfĂŒhrungen mich dabei erkannt. Ich traue mich nochmal rein, weil man ja jetzt ein bißchen klĂŒger ist ;o)

    • plerzelwupp

      Vielen Dank, MitfĂŒhlende – solche Kommentare lese ich gerne. Herzlich willkommen im Blog :-)

      Also bin ich doch nicht der Einzige, der bei Starbucks zunĂ€chst etwas ĂŒberfordert war. Das hat aber nichts mit “alt werden” zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass wir deren Vokabeln nicht kennen ;-)

  12. Wenn ich so drĂŒber nachdenke, dann finde ich es albern, dass man erstmal eine gewisse “Geheimsprache” lernen muss, bis man zum Kreis der Eingeweihten gehört, die einen Besuch bei Starbucks/McD/Subway/etc. genießen können. Aber letzten Endes braucht man doch auch fĂŒr eine Dönerbude oder fĂŒr Currywurst mit Pommes eine Art von Grundkenntnissen.

    Auf der anderen Seite stelle ich fest, da rutscht man irgendwann einfach so rein. BerĂŒhrungsĂ€ngste mit Starbucks hatte ich noch nie, denn da war ich zum ersten Mal in Hong Kong drin. Dort war sowieso alles so “anders”, da fiel dann Starbucks auch nicht mehr großartig auf.

    Wenn ich die Gelegenheit habe, gehe ich ganz gerne mal zu Starbucks und Co., ich lebe ja sonst in einer Coffeeshop-freien Zone. Und die Plörre die so aus deutschen Kaffeemaschinen kommt, tue ich mir schon seit Jahren nicht mehr an.

    • plerzelwupp

      @Andrea
      Ich sehe das so wie Du und innerlich strĂ€ube ich mich auch dagegen, deren Vokabeln lernen zu mĂŒssen. Es gibt so viele Fachjargons, dass ich mir diese kommerziellen Foot-Ketten-Jargons nicht auch noch antun möchte. Es ist ja noch nicht mal so, dass wir “zu alt” fĂŒr so etwas sind.
      GrundĂ€ngste hab ich natĂŒrlich auch keine. Ich fĂŒhle mich auch nicht unwohl in den LĂ€den.
      Im Prinzip wollte ich das ganze Getue nur ein bisschen auf den Arm nehmen.

  13. Ich brauch seit neustem nicht mehr zu Starbucks, um den dort ausgeschenkten Kaffee zu bekommen, habe eine Tassimo, wo ich auch Starbucks-Kaffee fĂŒr kaufen kann, mir Cappucino, Latte Macchiato und Espresso und so alles machen kann.

    Aber dass ein “tall” klein ist, finde ich komisch, da ja tall groß/hoch heißt.

    • plerzelwupp

      Hallo Michael, vielen Dank fĂŒr deinen Kommentar.

      Genauso komisch ist es, dass “Grande” bei Starbucks “Normal” bedeutet.

      Dir noch viel Spaß mit Deiner “Tassimo” und viele GrĂŒĂŸe
      Oliver

  14. LOL erst jetzt gesehen…
    Starbucks kann schon etwas Feines sein…
    Wenn man weiss was man will.
    Sonst steht man 20 min und starrt nur auf die Auswahl…
    “Ich wollte doch nur mal eben einen Kaffee…”

  15. plerzelwupp

    Mittlerweile hab ich Übung, denn ich hab gerade 5 Tage Hongkong und 5 Starbucksbesuche hinter mir. Das gehörte tĂ€glich dazu: Eine Viertelstunde ausruhen bei gutem Kaffe. Ansonsten waren wir dort nĂ€mlich stĂ€ndig auf Achse. Es ist eine Wahnsinnssadt und es gibt so viel zu tun und zu sehen…..

  16. man weiß doch, wie es bei starbucks so ablĂ€uft. wenn man darĂŒber meckern muss, geht man doch erst garnicht hin! das ist so, als ob man in ein restaurant gehen wĂŒrde, in dem es einem nicht schmeckt und danach darĂŒber jammert….

    außerdem ist caffĂš italienisch und nicht französisch…

    • plerzelwupp

      Hallo Michael,

      wer meckert denn? Die Story ist unter der Kategorie “Fun” gepostet. Kann es sein, dass du meine kleine Geschichte etwas zu ernst nimmst? ;-)

  17. Ich fand den Kaffee anfangs bei Starbucks auch mal lecker.
    Wer aber einmal einen vernĂŒnftigen Espresso oder handgemachten Lattemacchiato genossen hat, mĂŒsste eigentlich einen Bogen um diesen Laden machen. Ohne jede Liebe zum Detail wird der Kaffee aus Vollautomaten gezapft. So wĂŒrde in Italien nie jemand auch nur einen Espresso trinken.
    Einige GetrĂ€nke wie Frappuchino werden sogar mit Kaffesirup angefertigt. Vieles wird aufgepimpt, damit es wenigstens sĂŒĂŸ wird und nach etwas schmeckt.
    Zum sozialen Engagement von Starbucks habe noch nicht viel gutes lesen können. Außer, dass man mit aller Macht versucht hat, eine Vereinigung von Kaffeeanbietern zu unterbinden, da diese eine Art Gegengewicht zu Starbucks dargestellt hĂ€tten und Einfluss auf die Preisgestlatung gehabt hĂ€tten. Die Cent-BetrĂ€ge, die an die Lieferanten bezahlt werden, werden dafĂŒr an die große Glocke gehĂ€ngt. Bei diesen GetrĂ€nkepreisen mĂŒsste da viel mehr rumkommen, bevor man es ĂŒberhaupt erwĂ€hnt..
    Aber Starbucks ist nummal kein Wohlfahrtsverein, sondern ein börsennotierter, multinationaler Konzern, der ausschliesslich auf Gewinn ausgerichtet ist.
    Man versucht dort nur, das eigene Image hochzuhalten. Selbst die stark ĂŒberhöhten Preise und seltsamen Namensgebungen sind Teil dieser Strategie.
    Zum sozialen Engagement in Deutschland findet man gut BeitrĂ€ge auf Youtube. Dort wird schön erlĂ€utert, was passiert, wenn Mitarbeiter Kontakt zur Gewerkschaft pflegen….

    Aber es ist schon cool, in der Innenstadt mit einem ĂŒberteuerten, mĂ€ĂŸigen KaffegetrĂ€nk mit Logo drauf Werbung zu machen….dann mal Prost!

    • Hallo Leute, ich bin ĂŒber die Stichwörter tall grande hier gelandet. Starbucks macht ja zur Zeit ein Geburtstagsangebot, bis 12 Uhr ein GetrĂ€nk fĂŒr 1,50 €, allerdings in tall (war klar). Ich habe mich ĂŒber viele Kommentare amĂŒsiert. Welche Meinung ich aber nicht teilen kann, ist die der Geschmackszugaben. Da ich tierisch auf Vanille stehe, bitte ich ab und zu um eine Zugabe von Vanille (sie haben auch kostenlosen Vanillezucker) fĂŒr 60 cent. Jetzt im Sommer gibt es Frappucchino, ein eiskaltes MischgetrĂ€nk. In diesem Jahr haben sie auch neben den ĂŒblichen noch andere Geschmacksbeilagen, ich empfehle mal Pfefferminz. Kommt gut, fĂŒr den, der es mag.
      Wegen dem Preis nur das: Was gut ist, darf auch etwas kosten. Dann kann man zwar nicht so oft hingehen, aber wenn, dann ist es ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.
      Zu hause mache ich mir auch Cappucchino und gebe einen Schuss Ameretto rein. Lecker !

Einen Kommentar schreiben