Youtube Sperre umgehen – drei Methoden

132 Kommentare
Youtube Sperre umgehen – drei Methoden

Rund 7.000 mal monatlich wird mein früherer Artikel Youtube-Sperre umgehen gelesen. Das zeigt doch, dass es zum Aushebeln der Ländersperre  immer noch Aufklärungsbedarf gibt. Da zwischenzeitlich fast drei Jahre vergangen sind, habe ich hier eine aktualisierte Neuauflage erstellt, denn in der Zwischenzeit hat sich ja einiges verändert. Doch eine Sache hat sich immer noch nicht gerändert: Viele Youtube-Videos können von Deutschland aus nicht aufgerufen werden – stattdessen werden wir mit derartigen Meldungen begrüßt:

Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar

Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar
Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar

Also geben wir uns als Amerikaner oder Engländer aus. Wie das geht erfahrt Ihr im Folgenden.

Drei Unterschiedliche Methoden:

1. Die Keule: VPN mit HotSpot Shield (Königsmethode: eine Installation – nie wieder Probleme)

2. Erweiterungen (Plugins) für gängige Browser (den Datenverkehr des Browsers auf Proxies umleiten)

3. Web-Proxies (für Faule: Keine Installation – Youtube über andere Seiten aufrufen)

1. Die Keule: VPN mit HotSpot Shield

Das ist eigentlich meine Lieblingsmethode. Mit Hotspot-Shield surft Ihr quasi über eine amerikanische Adresse. Sämtlicher Datenverkehr wird über diese Adresse geleitet. Das wirkt sich auf den ganzen Computer aus – nicht nur auf den einzelnen Browser. Insofern ist ein VPN auch hervorragend für das private Surfen in öffentlichen WLAN-Netzen geeignet und Eure Daten sind im fremden W-LAN geschützt.

Aufgrund dessen, dass der gesamte Datenverkehr über die amerikanische Adresse läuft, könnt Ihr auch weitere amerikanische Seiten aufrufen und nutzen, die in Deutschland nicht verfügbar sind. z.B. hulu.com oder grooveshark.com.

Die Installation und Nutzung ist denkbar einfach: Ihr ladet Euch die Software HotSpot Shield herunter und installiert diese. Wenn Ihr euch an gelegentlichen Werbeeinblendungen nicht stört, sollte die kostenlose Variante genügen, ansonsten gibt es auch eine kostenpflichtige Premium-Version. Bei der Installation lässt sich die optional angebotene Toolbar deaktivieren. Hierzu würde ich unbedingt raten, denn diese wird nicht benötigt.

Nach installation der Software findet Ihr in der rechts unten in der Taskleiste neben der Uhr das entsprechende Symbol:

Hotspot Shield aus

Das  rote Icon symbolisiert das deaktivierte HotSpot-Shield.

HotSpot Shield an

Wenn ihr darauf klickt, könnt Ihr die Privatsphäre aktivieren (und umgekehrt). Sobald die Verbindung mit dem amerikanischen VPN aufgebaut ist, wird das Symbol grün:

HotSpot Shield Meldung

Nach Aktivierung oder Deaktivierung des Plugins wird die Steuerung zudem in Eurem Browser angezeigt. Auch Ihr könnt Ihr per Klick auswählen, ob Ihr denn “öffentlich” oder “privat” surft. Hier seht Ihr auch schon eine der Werbeeinblendungen – aber meines Erachtens stört das nicht weiter.

HotSpotShield ist übrigens schnell genug, um Videos ruckelfrei darstellen zu können.

2. Erweiterungen (Plugins) für gängige Browser

Wenn Dir das o.g. HotSpot Shield zu mächtig ist, kannst Du auch eine Browser-Erweiterung für  Firefox, Chrome oder den Internet Explorer installieren. Damit surft Ihr dann bequem per Klick über einen ausländischen Proxy. Dies ist nur eine Umleitung des Verkehrs, aber kein private Netzwerk wie HotSpot Shield. Wenn Ihr tatsächlich nur den Youtube-Verkehr umleiten wollt, so sollte diese Möglichkeit jedoch genügen.

Diese Plugins gibt es für jeden Browser wie Sand am Meer. Einige der Plugins haben voreingestellte Proxy-Server, andere wiederum eignen sich hervorragend zur Verwaltung ganzer Proxy-Listen. Die Vorgehensweise ist immer gleich: ihr installiert die jeweilige Erweiterung und es erscheint eine neue Schaltfläche zum Umleiten des Datenverkehrs auf einen der Proxies.

Für Firefox gibt es beispielsweise proxtube und stealthy. Einmal installiert, erscheint rechts oben in der Navigationsleiste ein Pfeil, den Ihr für das Proxy-Surfen aktivieren könnt. Eine weitere sehr mächtige Erweiterung ist FoxyProxy. Hiermit könnt Ihr Regeln für einzelne Seiten erstellen und ganze Proxylisten verwalten. Zahlreiche Proxy-Listen findet Ihr unter Punkt 3 – Web Proxies.

Für Chrome gibt es z.B. die hidemyass-Erweiterung. Funktioniert nach dem gleichen Prinzip – ich empfehle, mit hidemyass den englischen Proxy auszuwählen, er erscheint mir am Schnellsten. Die Erweiterung Stealthy gibt es hier. Auch Proxtube gibt es auch für Chrome – die hab ich (nur) noch bei der Chip gefunden. Weitere Proxy-Plugins für Chrome findet Ihr im Webstore.

3. Web-Proxies

Wer gänzlich auf eine Installation verzichten möchte, ruft entsprechende Seiten auf, die den Verkehr quasi umleiten. Am Bekanntesten dürfte die Seite hidemyass.com sein. Ihr ruft die Seite einfach auf und gebt die Adresse des gewünschten Youtube-Videos in das bereitgestellte Formular ein. Anschließend klickt hier auf “hidemyass” und ab geht die Musik. ;-)

Hidemyass-Oberfläche

Ebenfalls sehr bekannt ist vtunnel. Das funktioniert auf die gleiche Weise.

Eine enorme und stets aktuelle Auswahl an Web-Proxies findest du auch hier.

Fazit:

Web-Proxies eignen sich für diejenigen, die mal auf die Schnelle ein gesperrtes Video anschauen wollen und denen eine Installation eines Programms oder einer Erweiterung zu viel sind. Hierfür braucht Ihr auch nichts weiter zu installieren.

Browser-Erweiterungen sind ein ebenso ein geeignetes Mittel. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt und die Geschwindigkeit der angesteuerten Proxies variiert erheblich. Manchmal schlafen einem hierbei die Füße ein. Das private Surfen funktioniert dann auch nur im jeweiligen Browser.

HotSpot-Shield bietet durch das VPN (Virtual Private Network) eine perfekte Möglichkeit, auf gesperrte Seiten zuzugreifen. Außerdem wird eure wahre Identität verschleiert, Ihr surft quasi anonym. Neben gesperrten Youtube-Seiten könnt Ihr auch weitere Ländersperren aushebeln und beispielsweise auf hulu.com oder grooveshark surfen. Per Klick wechselt Ihr zwischen öffentlichem und verschleierten Modus. Das HotSpor-Shield ist sehr schnell, allerdings kommt gelegentlich Werbung. Auch wenn man mit Hotspot Shield mit Kanonen auf Spatzen schießt, ist es meines Erachtens die beste Möglichkeit. Insbesondere aufgrund des dargestellten Mehrwerts.

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Bildquellennachweis: Arno Bachert  / pixelio.de

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  1. Danke für die Tipps! Habe eben mal das Hotspot-Shield getestet, funktioniert bei mir leider nicht, bzw. ist so langsam, dass es nicht wirklich nutzbar ist. Erinnert eher an alte “Buffering”-Zeiten des Real Players :-)

  2. Hey,

    nach so langer Zeit einen so alten Artikel entdeckt. Und endlich weiß ich was ich zu tun habe!

    Vielen vielen Dank! ;-)

    Gruß
    Richard

  3. Ich habe letztens diverse Dinge probiert, von denen nicht alle funktionierten, weil youtube natürlich nicht schläft und gegenarbeitet. Schließlich bin ich beim Firefox-Addon Proxtube gelandet, das ging am schnellsten, vor allem muss man keine Software herunterladen, extrahieren und implementieren lassen.

  4. Eine tolle Anleitung wie man dieses wirklich mehr als nervige Problem lösen kann. Ich bin ja froh dass ich längst nicht mehr von Dland aus auf YT surfe, denn ganz ehrlich … es hat genervt!!!!

  5. Sehr gute Anleitung, endlich nicht mehr das generve ertragen müssen ;-)

  6. Danke für die ausgührliche Anleitung. Ich habe für dieses Problem bisher immer nur webbasierte Proxie-Seiten genutzt. Leider waren die ewig langsam und wirklich nur zu gebrauchen, um sich vielleicht ein youtube-video anzusehen. Mich würde interessieren, wie es denn mit der Performance eines eigenen VPN aussieht? Ist die Geschwindigkeit annehmbar?

  7. Danke für den Artikel. Hotshield funzt prima.

  8. Geiler Artikel, Geile Beschreibung … Nun steht mir bei Youtube nichts mehr im Wege hehe

  9. Vielleicht ist es nützlich zu wissen, dass Youtube das Video nicht freiwillig sperrt – was der gezeigte Bildausschnitt auch aussagt.

    Und vielleicht ist es auch nützlich zu wissen, dass die Videos in nahezu allen anderen Ländern problemlos gezeigt werden dürfen.

    Und das gibt es nur in Deutschland: GEZ und GEMA erhalten die Lizenz zum Abzocken. In diesem Zusammenhang ist dieser Artikel doppelt wertvoll und man darf nur hoffen, dass sich möglichst viele Leser dieser Anleitung bedienen …

  10. Vielen Dank für die guten Tipps! Endlich kann ich meine Lieblingssongs auch bei youtube hören. ^^

    Finde es ist echt dumm von der GEMA die ganzen songs einfach zu sperren. Umsatzfördernd ist das auch nicht grade, denke ich. Vlt kaufen sich dafür ein par Leute weniger die CD, aber die songs können übers internet viel schneller bekannt gemacht werden (siehe Gangnam Style), was fast automatich bedeutet, dass mehr menschen Karten für die Konzerte des Interpreten kaufen wollen.

    Gruß Jonas

  11. Mich hat das Thema letztens auch beschäftigt. Ich bin die Tipps hier durch gegangen und habe über Google gesucht. Offenbar bleibt die Gema am Ball, soweit sie es schafft. Bei mir hat nur proxtube funktioniert.

  12. Und immernoch landen viele User auf dem bereits über 1 Jahr alten Artikel.
    Vielleicht solltest du mal wieder aktualisieren? ; )

  13. Mit einem Web Proxy kann man auch wesentlich mehr machen als wie nur Videos kucken wie zum Beispiel mit dem http://www.ourproxy.org/ da haste die Möglichkeiten auch mehr draus zu machen. da kannst alles ein und ausstellen was wichtig wär was so nicht bei jedem möglich ist ^^

  14. Mit Proxtube hat man eigentlich keine Probleme. Mir ist das mit der Zeit auch so auf die Nerven gegangen und hat den Spaß an Youtube verdorben.

  15. Wer ein bisschen “Mehrwert” auf wirkliche Sicherheit legt, der legt sich einen bezahlten VPN zu wie zb die von Hidemyass.

  16. Das dämliche ist ja, dass da manchmal nur ein kleiner Melodieausschnitt im Hintergrund auszureichen scheint, um das Video zu sperren. Ist mir bei solchen Videos aufgefallen, die ich bereits kannte und die dann plötzlich gesperrt waren…
    Das mit den Plugins hat bei mir nie sonderlich gut funktioniert – insofern schließe ich mich den anderen Kommentatoren an: Super Tipps, danke!

  17. Damit sollte es jetzt aber auch wirklich jeder schaffen, die unsinnig von der GEMA und Konsorten gesperrten Videos anzuschauen – vielen Dank für die hilfreichen Tipps!

    Mein persönlicher Favorit ist übrigens der Web Proxy.

  18. Schöner Bericht und funktioniert auch. Aber wäre es nicht viel besser wenn “die” sich endlich mal einigen würden und das Ganze überflüssig wird??

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